Mittwoch, 18. Januar 2017

Upcycling einer Hose - Teil 3 Kleid


Yeah, ich bin stolz auf mein neustes Upcyclingprojekt!



Es reicht nicht, dass die Weihnachtsfeiern, Weihnachten, das hiesige traditionelle Spaghettiessen am 28.12., Silvester und mein Geburtstag waren, nein - eine Woche später geht es gleich weiter. Mitten in Hessen lebend, wird hier heftigst gefeiert, bei allen möglichen Gelegenheiten. Ist ein runder Geburtstag angesagt, dann erst recht. Der weltbeste Lebenspartner hat es in puncto Klamotten da immer recht einfach. Entweder Jeans mit Rolli und Sakko oder Jeans mit Hemd und Sakko, hin und wieder Anzug. Die Fragen bei ihm beschränken sich höchstens auf die Farbe des Hemds oder Sakkos. Meinereiner macht sich schon lange vorher Gedanken, was man anziehen kann. In unserer Mädels-Whatsappgruppe kommt spätestens einige Stunden vor der Feier die Frage "Was zieht Ihr denn an?" Ich, als leidenschaftliche Näherin, wähle möglichst was Selbstgemachtes. Heiligabend war eher leger mit Glanzleggings (Klick) bei meinem Sohn zu Hause und an den anderen trug ich u.a. zum erstenmal meinen Blouson (Klick) mit den Samtleggings (Klick)

Montag, 16. Januar 2017

Dösbaddel - #Nähdirwas 1/17


Ich bin kein Fan von den handelsüblichen Sweatshirts. Sie sind mir meist zu weit und weit heißt meistens auch kalt. Also beschloss ich, mir aus schwarzem Sweatshirtstoff, den ich noch übrig hatte, ein T-Shirt zu nähen. Quasi ein dickeres T-Shirt, ein Basicteil (12 Themen 12 Kleidungsstücke). War einfach und schlicht. Dann stolperte ich über die neue Nähaktion unter dem Motto Kraftwörter von KunecocoKatastrophal und Mein Feenstaub. An Kraftwörtern mangelt es mir in meinem Wortschatz nicht, aber will ich die auch auf meinem Sweatshirt tragen. Reicht ja, dass ich schon ein loses Mundwerk habe und das sollte man nicht schon mittels Klamotten ankündigen. "Merde" war leider schon weg und ich überlegte weiter, bis ich mich auf meine Hamburger Wurzeln besann und nix ist schöner, als im Hessenländle mit einem norddeutschen Schimpfwort herumzulaufen, den nicht jeder sofort versteht. So kam ich auf Dösbaddel. Dösbaddel heißt so viel wie Dummkopf, Blödmann und wird meist mit einem Augenzwinkern gesagt. 

Glücklich bin ich bei meinem Shirt, dass mir mal wieder der Ausschnitt gelungen ist sogar ganz ohne Elastikband. 






Der silberne Dösbaddelschriftzug (auf den Fotos ist die silberne Farbe schlecht zu erkennen) ist noch in echter Handarbeit aufgebracht, was man auch ziemlich schnell erkennt, aber hier stehe ich frei nach dem Motto "Mut zur Plotterlücke" voll dahinter.
Schwierigkeiten machte mir allerdings die kleine Dose silberner Farbe, deren Anleitung ich defintiv nicht lesen konnte. Selbst bei Tageslicht war die Aufschrift so klein und fein, dass ich sie nicht entziffern konnte. 



Dann kam ich auf die Idee, was ich immer beim italienischen Restaurant gegenüber mache, wenn ich das Spezialmenu von meinem Fenster aus nicht lesen kann. Ich fotografiere es und über den Zoom kann ich lesen, was es gibt. Das funktionierte bei dieser kleinen Farbdose auch. 


Eine Lupe hätte es vielleicht auch getan, aber sowas habe ich (noch) nicht. 

Jetzt also mein mildes Kraftwortshirt. Mittlerweile sind mir noch andere Ideen für Schriftzüge gekommen, aber ich hab ja noch Zeit. 






Bin mal gespannt, ob bei meinem Besuch in 2 Wochen die Hamburger irgendwie auf dieses Shirt reagieren werden.

Verlinkt mit CreadienstagHOT







Freitag, 13. Januar 2017

Bin ich die Einzige, die immer sucht?

Seit  meinem letzten Blogeintrag über meine Lieblingsstücke 2016, suche ich wie eine Blöde meinen Schlüsselanhänger. Ich wollte ihn ursprünglich auch vorstellen, entschied mich aber dann dagegen. Doch vorher hatte ich ihn schon von meinen Schlüsseln abgetrennt, in die Hand genommen und dann sämtliche Klamotten für das "Fotoshooting" erstmal auf das Bett geworfen. Glaube ich. Möglich war aber auch die Variante, dass ich erstmal nach oben gegangen bin, um nach den Sommerklamotten zu gucken. Oder nach dem alten Vorhang aus der Studentenbude meines Sohnes, den ich über meinen Sessel drapierte - für die Fotos. Wie auch immer, ich fotografierte meine Lieblingsstücke, räumte alles wieder weg und etwas später merkte ich, dass dieser Anhänger fehlte. Das war Mittwoch. Seitdem habe ich einen großen Teil meines Tages mit Suchen verbracht.
Ich ging alles in Gedanken durch, fand diesen dämlichen Anhänger aber nicht (dafür aber die weinrote Strumpfhose, die ich auch vermisste). Im Grunde war der Verlust des Anhängers nicht so sehr das Problem. Ich hätte mir schnell einen neuen machen können, aber das Innenleben macht ihn für mich so wertvoll. Da sind nämlich meine Earphones drin und - wie ich gestern auf dem Weg zum Supermarkt bemerkte - mein Einkaufswagenchip.



Murphy's Law: Ich hatte auch keinen Euro und musste zum Korb greifen. Auf der Einkaufsliste standen u.a. 3 Liter Milch, 1 kg Karotten, Blumenkohl und alles, was sonst noch recht schwer ist.
Wieder zu Hause, suchte ich weiter. Schlafzimmer, Kleiderschrank, Wäschekorb, Regale, unterm Sofa, hinterm Sofe, Flur, sämtliche Schuhe (und das sind nicht wenige), in die der Anhänger hätte reinfallen können, unter Schränken, Truhen, auf meinem Nähtisch (das reinste Chaos, weshalb ich ihn nicht fotografieren kann, weil dann mein Image auf den Nullpunkt sinkt), sämtliche Stoffbeutel usw.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Lieblingsstücke 2016

Meinen persönlichen Jahresrückblick habe ich schon im Post Mal ehrlich - für mich lief es gut gemacht.  Tatsächlich schwebte mir aber auch ein Rückblick ein, über all das, was ich 2016 in erster Linie genäht habe. Dieser Plan ist die letzte Woche etwas in Vergessenheit geraten, weil ich zum einen schon ziemlich gut in 2017 angekommen bin und zum anderen mein Geburtstag war, mein Auto einen Platten hatte und ich ca. 6 oder 7 Beanies genäht habe, auf ich gerade stehe.


Darum freue ich mich, dass bei Me Made Mittwoch dieses Motto ist. Und mein Lieblingsstück sind letztlich 3 Teile:

 

Dienstag, 10. Januar 2017

Edle Jogginghose



Draußen schneit es, ich habe um 7.00 Schnee geschippt und am Samstag fiel meine nachträgliche Geburtstagfeier mit einer Freundin wegen Eisregens (allerdings auch wegen meines platten Hinterreifens am Auto) aus. Und wie immer zu dieser Zeit, kommt in den Medien eine mir verhasste Redewendung vor: "Der Winter hat Deutschland fest im Griff". Mal ehrlich, kann man sich nicht einmal etwas Neues einfallen lassen? Zumal bei dem bisschen Schnee und den Minustemperaturen man nicht wirklich von "fest im Griff" sprechen kann. Es ist Winter. Punkt. Mir sind keine Schneekatastrophen bekannt. Meine letzte Schneekatastrophe war irgendwann Mitte/Ende der 1970er Jahre in Hamburg, wo wir zum ersten und einzigen mal Schneefrei hatten. Einige Schneeverwehungen waren so hoch, dass man bis zum Bauch in den Schnee einsackte. Und da wir keine Schule hatten, veranstalteten wir Wettläufe durch Schneewehen. Wir trugen damals Norwegerpullover, Stulpen und Wollhandschuhe, fanden uns extrem cool, allerdings waren die Wollsachen recht schnell voller Schneeklumpen, die im Haus dann recht schnell schmolzen und diesen nassen Wollgeruch in den Klamotten hinterließen.
Lange Zeit war ich auch davon überzeugt, dass diese "Schneekatastrophe" überall in Deutschland war, bis ich mit meinem weltbesten Partner darüber sprach, dem das ziemlich unbekannt war. Erst später fand ich heraus, dass es nur im Norden so war. 

Donnerstag, 5. Januar 2017

Upcycling einer Hose Teil 2



 

In meinem gestrigen Beitrag Upcycling einer Hose Teil 1 (Klick) stellte ich Euch meinen neuen Rock vor, den ich aus einer alten und zu großen Hose genäht hatte.
Ausgangspunkt war diese Hose


 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Upcycling einer Hose -Teil 1

Als ich vor ein paar Monaten meinen Kleiderschrank durchforstete, fand ich 2 Hosen, die ich schon lange nicht mehr getragen hatte, weil sie mir viel zu groß geworden waren. Dennoch wollte ich mich nicht von ihnen trennen, weil mir der Stoff gut gefiel. Ich überlegte lange, ob ich sie enger machen könnte, aber der Schnitt stellte mich jedesmal vor Probleme. Hinten waren 2 Taschen, die durch das Abnähen der hinteren Naht so weit zusammengerück wären, dass es quasi 1 große Tasche geworden wäre. An den Seiten waren die Eingriffstaschen, die auch verschwunden wären. So lagen sie lange herum. Durch mein Interesse an Kleidungsupcycling, bekam ich schließlich einen erweiterten Blick. Wenn man aus einem Herrenhemd Shorts (Herrenhemd zu Shorts ) machen kann, muss es doch auch andersrum funktionieren.
Zuerst trennt ich die Innenbeinnähte auf und dann die Nähte im Schritt, vorne bis zum Reissverschluss und hinten bis kurz vor das Bündchen. Ist die Hose erstmal soweit aufgetrennt, kann man damit wunderbar herumexperimentieren. 
Bei dem heutigen Projekt entschied ich mich für einen relativ einfachen Rock.